Bericht: Janine Keller, Swiss Showdown
Mit den Werten von Walter Bosshard (Engagement, Begeisterung und Solidarität) eröffnete Marc Sommer den Part des Showdowns. Engagement dient allen Organisatoren vor Allem der Stiftung der 5. Europameisterschaften für Sehbehinderte 1989 in Zürich. Begeisterung strahlen alle Teilnehmer bereits im Raum vor der Eröffnung aus und Solidarität untereinander wird im Showdown immer erlebt und gelebt.
Showdown-Highlights: Marc Sommer siegt, Nachwuchs glänzt
Die 16 Teilnehmenden im Showdown wurden in vier 4er Gruppen eingeteilt. Die Sieger dieser Gruppen zogen in die Semifinals ein. Dieses Turnier war ein Freundschaftsturnier, weshalb am Ende keine Nationalen Ranglistenpunkte verteilt wurden. Für uns Spieler war es sehr spannend, da es keine Geschlechtertrennung gab und man so auch andere Gegner hatte als an der herkömmlichen Schweizermeisterschaft oder internationalen Turnieren. So wuchs die Herausforderung für alle Spielenden.
Am Morgen erwarteten uns spannende Partien. Zum einen erkämpfte sich Tom Steiner gegen Brigitte von Wartburg das Semifinal-Ticket mit 11:7 und 12:6. Unser Geheimfavorit, Marc Sommer, des Turnieres siegte gegen Susanne Trudel in einem klaren Zweisätzer. Das Spiel zwischen Kurt Halbheer und Andrii Tsvietkov wurde von Beiden in einem wahnsinnigen Tempo durchgeführt. Aber nicht, weil es einseitig war, sondern weil beiden Spielern eine hohe Geschwindigkeit liegt. Am Ende konnte sich Andrii Tsvietkov mit 12:8 und 12:9 gegen den erfahrenden Kurt Halbheer durchsetzen. Janine Keller führte gegen Lyan Bigai mit 9:5 im ersten Satz, musste diesen am Ende aber Lyan Bigai mit einem Sieg von 12:10 überlassen. Im zweiten Satz spielten beide ihre Stärken aus. Der junge Lyan Biglai zeigte seine Fortschritte und gewann diesen Satz mit 11:7. Alle Spieler hatten grosse Freude, dass sich in diesem Turnier besonders der Nachwuchs durchsetzen konnte.
Lyan Bigai machte es Marc Sommer im Semifinal im ersten Satz etwas schwer, aber am Ende siegte der Erfahrendere in zwei Sätzen und zog ins Finale ein. Tom Steiner und Andrii Tsvietkov, welche beide das erste Mal an einem Turnier soweit Vorne mitspielen, kämpften wie verrückt um den Einzug in das Finale. Andrii Tsvietkov durfte sich schlussendlich nach einem 12:7 und 11:7 als Sieger von der Spielplatte entfernen.
Um Bronze zu gewinnen, zeigten Tom Steiner und Lyan Bigai beide ihr Können. Der erste Satz ging mit 11:4 an den Jüngeren. Allerdings drehte Tom Steiner im zweiten Satz auf und entschied diesen mit 12:3 für sich. Der dritte Satz war ausgeglichen, ging schlussendlich aber an Lyan Bigai mit 11:6. Marc Sommer dominierte im Finale über Andrii Tsvietkov mit 11:5 und 12:1. Auch wenn es lange Ballwechsel gab gingen diese Schlussendlich zu Gunsten von Marc Sommer aus. Wir gratulieren dem Sieger Marc Sommer, den Silbergewinner Andrii Tsvietkov und dem Bronzesieger Lyan Bigai zu verdienten Medaillen und Pokalen.
Torball und Rahmenprogramm
Parallel zum Showdown traf sich die Torballszene zur Schweizer Jugendmeisterschaft und der Vorrunde der Herren. Weiterhin konnten Besucher an einem Präsentationstisch Showdown unter der Dunkelbrille testen und einen ersten Eindruck für den Sport bekommen. Ab dem Nachmittag war die Dunkelbar «UNSICHTBAR» von Jürg Spielemann und Evi Londino eröffnet worden, in welche Gäste, Helfer und Zuschauer sich mit der Thematik «Sehbehinderung» auseinandersetzen konnten. Man bestellte im Dunkeln sein Getränk, suchte sich einen Sitzplatz und genoss diese einmalige Atmosphäre.
Die Schlusszeremonie war sehr schwungvoll gestaltet wodurch wir sicher sagen können, dass durch Engagement, Begeisterung und Solidarität ein Tag im Blinden- und Sehbehindertensport durchgeführt werden konnte, welcher jeder Person positiv in Erinnerung bleiben wird. Deshalb danken wir allen Organisatoren, Helfern, Besuchern, Sponsoren und Schiedsrichtern, Simon Schneiter, Mathias Hauser, Roland Brack und Christoph Keller, für ihren Einsatz und eine herausragende Organisation den ganzen Tag durch.
Ein grosser Dank geht an die Sponsoren und Gönner für die grosszügige Unterstützung. Sowie ein spezieller Dank gilt dem Organisationskomitee, welches für diesen Anlass konstituiert wurde. Insgesamt wurden – unter der Leitung von René Bosshard – fünf Sitzungen abgehalten. Die Sitzungen fanden in anregendem, aber auch angenehmen Rahmen statt. Mehrere Absprachen innerhalb der einzelnen Zuständigkeiten fanden auch ausserhalb der normalen Sitzungen statt. Bei jeder Besprechung wurde die Freude innerhalb der Komitee-Mitglieder auf den Anlass überwiegender und ein wirklich grossartiger Anlass zeichnete sich ab.